Transparenzregister auch für Stiftungen – Die Frist läuft ab!

Das neue Geldwäschegesetz (GWG), das die vierte EU-Geldwäscherichtlinie in nationales Recht umsetzt, ist seit 26. Juni 2017 in Kraft. Ein Transparenzregister soll für mehr Klarheit über die Wirtschaftlichen Verhältnisse in Organisationen sorgen.

Da es bisher kein einheitliches nationales Stiftungsregister gibt, in dem die erforderlichen Angaben nach dem GWG geführt werden, müssen sich Stiftungen in dem neuen Transparenzregister eintragen lassen. Von der Eintragungspflicht betroffen sind sämtliche rechtsfähige gemein- und privatnützige Stiftungen (insbesondere Familienstiftungen).

Unklarheiten bestanden anfangs hinsichtlich des Informationsumfanges, insbesondere zur Abgrenzung des Kriteriums „wirtschaftlich Berechtigter“.

Inzwischen besteht weitgehende Einigkeit, dass hierzu alle Vorstandsmitglieder sowie die Personen, die durch das Stiftungsgeschäft als Begünstigte festgelegt wurden, zu zählen sind. Der Kreis wird erweitert, durch Personen, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögensverwaltung und –verteilung ausüben können – z. B. Stiftungsgremien/Kuratorien, es sei denn, dass diese lediglich repräsentativen Charakter besitzen.

Bis zum 1. Oktober haben Stiftungen noch Zeit, die erforderlichen Angaben im Transparenzregister zu machen.

Die Nichtbeachtung der Angabe- und Mitteilungspflichten stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu TEUR 100 geahndet werden kann. Bei schwerwiegenden, wiederholten oder systematischen Verstößen kann das Bußgeld bis EUR 1,0 Mio. oder bis zum Zweifachen des aus dem Verstoß  gezogenen wirtschaftlichen Vorteils betragen.

Ausführlichere Informationen zum Transparenzregister finden Sie in einem sehr lesenswerten Artikel unserer Kolleginnen und Kollegen vom WIRTSCHAFTSRAT RECHT.

Hier geht es zum elektronischen Transparenzregister.

Erkennen Sie Handlungsbedarf? Wir unterstützen Sie!

Ansprechpartner


Niels Hub-Striesow
n.hub-striesow@wpg-wirtschaftsrat.de
Wirtschaftsprüfer
Steuerberater
Hamburg